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Lastet Dich Bloggen nicht aus? Dann schreib doch ein Buch in 30 Tagen: NaNoWriMo

Es ist wieder soweit: NaNoWriMo der National Novel Writing Month startet wie jedes Jahr am 1. November. Ziel ist es, innerhalb von 30 Tagen ein Buch mit 50.000 Wörtern zu schreiben.

Diese Vorgabe ist deswegen sinnvoll, weil man auf diese Weise quasi dazu gezwungen wird ständig zu schreiben. Die Kontrolle der Qualität ist dabei sekundär oder soll erst gar nicht geschehen. In erster Linie ist es sinnvoll erst mal Worte auf das Papier zu bringen.

10 Jahre NaNoWriMo

Der National Novel Writing Month feiert dieses Jahr seinen zehnten Geburtstag. Die Anzahl der Teilnehmer ist von 21 im ersten Jahr auf über 100.000 gestiegen. International nahmen über 350 Schulen teil.

Wie schon anfangs erwähnt, ist das Ziel des Projekts Menschen zum Schreiben zu bringen, die vielleicht zuvor nie daran gedacht hätten wirklich ein ganzes Buch zu schreiben. Natürlich sollte der Text halbwegs gut überlegt sein, aber das Augenmerk liegt vorerst auf Quantität, nicht Qualität!

Wer es nicht gewohnt ist, wird es sicherlich als sehr mühsam und schwer empfinden, täglich über 1666 Worte an einer zusammenhängenden Story zu schreiben: Charaktere müssen erdacht und die Handlung möglichst interessant gehalten werden.

Natürlich steht es jedem frei, welche Art von Buch er schreibt, es könnte auch ein Sachbuch sein. Das machen aber nur wenige.

Das wohl beste an dem ganzen NaNoWriMo Projekt ist die Community, welche in Blogs und insbesondere im hauseigenen Forum sehr aktiv ist. Es macht Spaß über die täglich benötigte Dosis Kaffee zu plaudern oder auch im Forum nach Rat zu Rechtschreibung, Grammatik oder Inhalt zu fragen. Zwar ist das englische Teil des Forums i.d.R. etwas aktiver, doch auch spät in der Nacht finden im deutschsprachigen Teil rege Diskussionen über diverse Themen statt.

Viele Teilnehmer können wegen beruflicher Verpflichtungen sowieso nur am späten Abend Texte schreiben.

Keine Kontrolle: Mogeln möglich. Aber wer will das schon?

Jeden Tag kann die Anzahl die bisher geschrieben Worte aktualisiert werden. Wer ganz lustig ist, kann auch schon am 1. November 80.000 Worte eintragen und hat somit schon “gewonnen”. Eine Kontrolle erfolgt seitens NaNoWriMo nicht. Lediglich ein Online-Formular kann dazu genutzt werden, den Wordcount zu prüfen. Dies ließe sich aber sehr leicht manipulieren, da der Inhalt nicht geprüft wird.  Jedes freie ebook würde positiv bestätigt.

Darum geht es aber gar nicht. Solche “Cheater” werden auch gar nicht groß beachtet. Sollten sie auch nicht, keine Reaktion ist hier besser als jede Beschwerde, welche ihnen die gewünschte Aufmerksamkeit zukommen lässt.

Auch wenn man – wie ich in den letzten beiden Jahren – die 50.000 Wörter nicht schafft, so hat man Ende November auf jeden Fall an Erfahrung gewonnen, die man im nächsten Jahr eventuell dazu nutzen kann, effizienter und schneller zu schreiben.

NaNoWriMo bedeutet für mich wieder ein bisschen Kreativität zu tanken und auch Gedanken über Themen zu machen, mit denen ich mich nicht tagtäglich beschäftige.

Lust ein Buch zu schreiben? Hier geht’s zu NaNoWriMo

Was denkst du über dieses Projekt? Würdest du teilnehmen? Könntest du es zeitlich managen? Über Kommentare würde ich mich freuen.